

Sonntag, 19. Juli 2026, 10–18 Uhr
Beim Sommerfest am Killesberg feiert das Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier mit zahlreichen Institutionen in der Nachbarschaft ein gemeinsames Kulturfest mit kostenfreiem Programm.
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Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier
(Rathenaustraße 1, 70191 Stuttgart)
10–18 Uhr
Freier Eintritt ins Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier
11, 14 und 16 Uhr
Führung zu den Original-Häusern von 1927
Treffpunkt: an der Litfaßsäule gegenüber vom Eingang des Weissenhofmuseums im Haus Le Corbusier
Dauer: 45 Minuten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
13 Uhr
Werkbundführung vom Weissenhofmuseum zum Theodor-Heuss-Haus
Treffpunkt: an der Litfaßsäule gegenüber vom Eingang des Weissenhofmuseums im Haus Le Corbusier
Dauer: 60 Minuten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
14–18 Uhr
Live-Musik mit der Linda Kyei Swing Combo
Linda Kyei (Gesang, Violine), Linus David (Klavier, Gesang), Herr Netz (Saxophone, Klarinette, Gesang) und Andrew Andrews (Schlagzeug, Gesang) spielen tanzbaren Jazz und Swing der 1920er bis 40er Jahre.
10–18 Uhr
Tombola
Zum Abschluss der Ausstellung „Dr. Otto Lossen – Der Fotograf der Weissenhofsiedlung 1927“ verlosen wir die Fotodrucke der Ausstellung und weitere kleine Preise.
10–18 Uhr
Kaffee, Kuchen und Getränke vor dem Museum
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Weissenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe
(Am Weissenhof 20, 70191 Stuttgart)
10–18 Uhr
Freier Eintritt in die Ausstellung „Dr. Otto Lossen – Der Fotograf der Weissenhofsiedlung 1927“
1927 erhielt Dr. Otto Lossen den Alleinauftrag, die Gebäude der Werkbund-Ausstellung „Die Wohnung“ in Stuttgart zu fotografieren und dokumentieren. Seine Fotos trugen wesentlich zur begeisterten und internationalen Rezeption der Weissenhofsiedlung bei und prägen bis heute deren Wahrnehmung. Die Ausstellung beleuchtet erstmals Leben und Werk des promovierten Chemikers.
13 Uhr
Kinderworkshop Cyanotypie
Bei dieser frühen fotografischen Methode erstellen die Kinder mit Hilfe von Sonnenlicht und Pflanzen ein blaues Fotobild.
10–18 Uhr
Tombola
Zum Abschluss der Ausstellung „Dr. Otto Lossen – Der Fotograf der Weissenhofsiedlung 1927“ verlosen wir die Fotodrucke der Ausstellung und weitere kleine Preise.
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Beim Sommerfest sind außerdem dabei:
Das Augustinum Stuttgart-Killesberg, der Bismarckturm Bürgerverein Killesberg und Umgebung e.V., die Brenzkirche, der Höhenpark Killesberg, die Killesbergbahn im Höhenpark, die Killesberghöhe, die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und das Theodor-Heuss-Haus.
Alle beteiligten Häuser gewähren zum Sommerfest freien Eintritt in ihre Ausstellungen und Führungen. Ein kostenloser Pendelverkehr mit zwei historischen Oldtimerbussen verbindet die Veranstaltungsorte auf dem Killesberg und erleichtert den Besuch mehrerer Programmpunkte.
„Das architektonische Werk von Le Corbusier –
ein herausragender Beitrag zur Moderne“

10 Jahre UNESCO-Welterbe
„Das architektonische Werk von Le Corbusier – ein herausragender Beitrag zur Moderne“
Vor 10 Jahren nahm die UNESCO das architektonische Werk von Le Corbusier in die Welterbeliste auf. Seit dem 17. Juli 2016 würdigt die UNESCO damit 17 repräsentative Bauwerke und Gebäudeensembles des schweizerisch-französischen Architekten in sieben Ländern als „herausragenden Beitrag zur Moderne“. Auch das Einfamilien- und Doppelhaus in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung von 1927 sind Teil dieser bedeutenden transnationalen Serie.
Le Corbusier (1887–1965) zählt zu den einflussreichsten Erneuerern der Architektur des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Bauten, visionären Stadtentwürfen und programmatischen Schriften prägte er international Generationen von Architekt:innen – bis heute! Zu den Welterbestätten gehören unter anderem die Villa Savoye bei Paris, die als Ikone der Moderne gilt, die Unité d’habitation in Marseille als wegweisendes Modell für verdichteten Wohnungsbau sowie die Chapelle Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp, die mit ihrer visionären Formensprache neue Maßstäbe im Sakralbau setzte. Auch die zwei Häuser, die er 1927 im Rahmen der Werkbundausstellung „Die Wohnung“ für die Weissenhofsiedlung entwarf – ein Einfamilien- und ein Doppelhaus, sind Teil des UNESCO-Welterbes. Le Corbusier setzte hier beispielhaft seine berühmten „Fünf Punkte zu einer neuen Architektur“ um: das Bauen auf Pfosten, den freien Grundriss, die freie Fassadengestaltung, das Langfenster und den Dachgarten. Diese Gestaltungsprinzipien prägten die moderne Architektur wesentlich.
Die Stuttgarter Weissenhofsiedlung
1927 gelang es dem Deutschen Werkbund, gemeinsam mit der Stadt Stuttgart, ein Manifest der Architekturmoderne zu verwirklichen: Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe entwarfen 17 international renommierte Architekten, darunter Le Corbusier, Walter Gropius und Hans Scharoun, 21 innovative und zukunftsgerichtete Entwürfe für modernes Wohnen Die spektakuläre Ausstellung zog in kurzer Zeit rund 500.000 Besucher:innen an und fand weltweit Resonanz. Bis heute gilt die Weissenhofsiedlung als eine der bedeutendsten Architektursiedlungen des 20. Jahrhunderts.
Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier
Im Doppelhaus von Le Corbusier und seinem Cousin Pierre Jeanneret befindet sich seit 2006 das Weissenhofmuseum. Es steht den Besucher:innen als einzig zugängliches Haus der Weissenhofsiedlung offen. In der linken Haushälfte wird die Geschichte der Weissenhofsiedlung vorgestellt, in der rechten Doppelhaushälfte ist Le Corbusiers Entwurf eines „transformablen Wohnraums“ im rekonstruierten Zustand von 1927 zu erleben. Betrieben wird das Museum vom Verein „Freunde der Weissenhofsiedlung“.
Das restaurierte Doppelhaus vermittelt nicht nur die Ideen Le Corbusiers, sondern macht die visionären Ansätze unmittelbar erfahrbar. Seit der Aufnahme in die Welterbeliste hat sich das Weissenhofmuseum als Anlaufstelle für Besucher:innen aus aller Welt etabliert. Von 2016 bis Mitte 2026 haben über 240.000 Menschen das Doppelhaus besucht. Als Stuttgarts einzige UNESCO-Welterbestätte und zugleich einziger deutscher Bestandteil der transnationalen Serie dokumentieren die beiden Stuttgarter Häuser den weltweiten Einfluss von Le Corbusiers Ideen auf die Architektur des 20. Jahrhunderts.
„Zehn Jahre nach der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste ist das Doppelhaus von Le Corbusier mehr denn je ein Ort, an dem sich die internationale Bedeutung dieses architektonischen Erbes unmittelbar erleben lässt. Dieses Erbe zu bewahren und seine Bedeutung zu vermitteln, ist unsere Aufgabe. Deshalb wird die Ausstellung im Doppelhaus ab 2027 um das Thema Welterbe erweitert, damit Besucher:innen mehr über die 17 Teil-Welterbestätten erfahren können“, sagt Verena Lebherz, Leiterin des Weissenhofmuseums im Haus Le Corbusier.
Mit Blick in die Zukunft
Das Jubiläum markiert zugleich den Beginn einer Reihe bedeutender Meilensteine: Im Oktober 2026 feiert das Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier sein 20-jähriges Bestehen. Im Sommer 2027 jähren sich die Eröffnung der Weissenhofsiedlung zum 100. Mal sowie die Gründung des Vereins Freunde der Weissenhofsiedlung zum 50. Mal. Gemeinsam laden die Jubiläen dazu ein, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieses außergewöhnlichen Ortes in den Blick zu nehmen.
JETZT ANMELDEN!
Jubiläumsführung „Mit Le Corbusier um die Welt – 10 Jahre UNESCO-Welterbe“
Freitag, 17. Juli 2026, 16:30 Uhr


Fakten
Aufnahmejahr: 2016
Staaten: Argentinien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan, Schweiz
Web-Links
- Webseite der Deutschen UNESCO-Kommission
- Webseite des UNESCO World Heritage Centre
- Webseite der Welterbestätte von der Fondation Le Corbusier (Paris)
Die internationale Pressemitteilung der Fondation Le Corbusier (Paris) und der Association des Sites Le Corbusier (Ronchamp/Frankreich) finden Sie hier.
Verena Lebherz übernimmt Gesamtleitung von Weissenhofmuseum und Weissenhof.Forum

Verena Lebherz (li.) und Anja Krämer (re.) im Dachgarten des Doppelhauses Le Corbusier in Stuttgart
© Freunde der Weissenhofsiedlung e.V./ Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier
Zum 1. Juli 2026 übernimmt Verena Lebherz die Gesamtleitung des Weissenhofmuseums im Haus Le Corbusier sowie des künftigen Besuchszentrums „Weissenhof.Forum“. Die bisherige Museumsleiterin Anja Krämer wechselt nach zwanzig Jahren an der Spitze in die Rolle der Stellvertreterin und wird ihre langjährige Erfahrung weiterhin in die Entwicklung des international bedeutenden Architekturorts einbringen.
Mit diesem Schritt leiten die Freunde der Weissenhofsiedlung e.V. einen Generationswechsel ein. Verena Lebherz ist seit September 2024 als stellvertretende Leitung des Weissenhofmuseums und des Planungsstabs Weissenhof.Forum tätig. Die Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin kennt die Strukturen, Projekte und Partner:innen des Hauses bereits umfassend und wird die erfolgreiche Arbeit gemeinsam mit dem bestehenden Team fortführen.
„Wir freuen uns sehr, dass Verena Lebherz in kurzer Zeit zu einem wichtigen Teil der Weissenhof-Familie geworden ist. Gleichzeitig sind wir Anja Krämer für ihr langjähriges, außergewöhnliches Engagement dankbar und bewundern ihren Mut, den Übergang nun aktiv zu gestalten“,
erklärt Suse Kletzin, 1. Vorsitzende des Vereins Freunde der Weissenhofsiedlung.
Anja Krämer hat die Entwicklung des Weissenhofs über mehr als zwei Jahrzehnte entscheidend geprägt. Bereits seit den frühen 2000er Jahren organisierte die Bau- und Kunsthistorikerin die Führungsangebote des Vereins. Sie bereitete die Eröffnung des Weissenhofmuseums im Haus Le Corbusier vor und leitete das Museum seit seiner Gründung im Jahr 2006. Darüber hinaus verantwortete sie die Weissenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe, kuratierte und organisierte zahlreiche Ausstellungen und initiierte Veranstaltungen wie das Sommerfest am Killesberg. Sie baute wichtige Netzwerke zu anderen Welterbestätten, Bauhaus-Orten, Werkbundsiedlungen und Le Corbusier-Stätten auf.
Die Freunde der Weissenhofsiedlung sehen den Leitungswechsel als wichtigen Schritt für die Zukunft des Standorts. Seit beinahe 50 Jahren engagiert sich der Verein für die Erhaltung, Vermittlung und Weiterentwicklung der Weissenhofsiedlung. Er betreibt das Weissenhofmuseum, organisiert Führungen und Ausstellungen und trägt wesentlich dazu bei, die Ideen des Neuen Bauens für ein internationales Publikum erlebbar zu machen.
Die Leitungsübergabe erfolgt in einer entscheidenden Phase der Weiterentwicklung. Derzeit entsteht am Eingang der Weissenhofsiedlung durch die Landeshauptstadt Stuttgart das neue Weissenhof.Forum, das künftig als zentrales Besuchs- und Informationszentrum dienen wird. Es ist eines der zentralen Projekte der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) und wird gemeinsam mit dem Weissenhofmuseum von den Freunden der Weissenhofsiedlung betrieben. Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen auf das Jubiläumsjahr 2027 auf Hochtouren. Dann feiert die Weissenhofsiedlung ihr 100-jähriges Bestehen. Mit der Eröffnung des Weissenhof.Forums und einem großen Jubiläumsfest am 24. und 25. Juli 2027 soll die internationale Bedeutung der Siedlung als Ikone der Moderne und UNESCO-Welterbe noch stärker sichtbar werden.
Damit entsteht die Grundlage dafür, die Geschichte des Weissenhofs fortzuschreiben – mit neuen Impulsen, zugleich aber in enger Verbundenheit mit den Menschen und Ideen, die den Ort über Jahrzehnte geprägt haben.